Produkt Informationen


Enthärtungsanlage:
 
Enthärtungsanlagen auf Ionenaustauscher Verfahren sind sehr effektiv was das Entkalken von Trinkwasser betrifft. Unsere Wasserenthärtungsanlagen arbeiten auf diesem bewährten Prinzip, sie sind mit einem speziellen Material (Kationenaustauscherharz) gefüllt. Dieses hält die Kalzium- und Magnesiumionen zurück und tauscht sie gegen Natriumionen aus. Die Wasserhärte wird dadurch nachweislich gesenkt. Ist die Kapazität erschöpft, so Regeneriert sich das System selbständig, für diesen Prozess wird lediglich Salz als Verbrauchsmaterial benötigt.


Empfehlung Weichwasserhärte

3°dH Mindestwert nach DIN EN 12502 Korrosionsschutz.
4 -6°dH optimales Weichwasser (größter Komfort)

Natriumgehalt:
Der Natriumgehalt des Rohwassers erfahren Sie bei ihrem Wasserversorger. Beim Enthärten des Wassers um 1°dH nimmt der Natriumgehalt des Wassers um ca. 8,2mg/l zu. Soweit die Vorgaben der Trinkwasserverordnung einzuhalten sind, kann also nicht unbegrenzt enthärtet werden. Die noch zulässige Weichwasserhärte ergibt sich aus dem Grenzwert für den Natriumgehalt und der Rohwasserhärte. 200 mg/l (Grenzwert der Trinkwasserverordnung) - x mg/l (Natriumgehalt im Rohwasser) = y mg/l (mögliche Natriumzugabe beim Enthärten)
y : 8,2 = z °dH (maximale mögliche Enthärtung)
Das Rohwasser darf maximal um Z x °dH enthärtet werden. Je nach Natriumgehalt des Rohwassers ist deshalb eine Weichwasserhärte zu wählen, die unter dem zugelassenen Maximalwert von 200 mg/l liegt.

Beispiel: Enthärtung von Trinkwasser (Rohwasser) 28 °dH enthält Natrium 10,5 mg/l. Mögliche Natriumzugabe beim Enthärten: 200 mg/l – 10,5 mg/l = 189,5 mg/l daraus ergibt sich die maximale zulässige Enthärtung: 189,5 : 8,2 ~ 23 °dH das heißt: Es ist zumindest auf 28 -23 = 5 °dH zu verschneiden!  
 

Nitratfilteranlage:
 
Nitratfilteranlagen sind von der Funktionsweise ähnlich wie Enthärtungsanlagen. Durch das Ionentauscherverfahren wird Nitrat aus dem Wasser entnommen. Hier kommt ein Chloridionen beladenes Harz zum Einsatz. Dieses hält die Nitrationen zurück und tauscht sie gegen Chloridionen aus. Der Nitratgehalt wird dadurch nachweislich gesenkt.




Eine Wasseranalyse ist erforderlich. Das Rohwasser muss Eisen und Mangan frei sein (weniger als 0,2 mg Eisen bzw. 0,05 mg Mangan pro Liter). Sulfat im Rohwasser reduziert die nutzbare Kapazität der Anlage. Ein hoher Sulfat Gehalt kann die Funktion der Anlage stören. Der Rohwassernitratgehalt darf max. 150 mgl/l betragen. Bei der Nitratreduzierung vom Trinkwasser Rohwasser sind die Vorgaben der Trinkwasserverordnung max. 250 mg/l Chlorid einzuhalten, ggf. ist eine Beimischung (Verschneiden) von Rohwasser zu berücksichtigen. Bei Nitratreduzierung um 1 mg/l nimmt der Chlorid Gehalt um 0,57 mg/l zu. Den Chlorid Gehalt des Rohwassers erfahren Sie aus der für die Auslegung des Nitratfilters erforderlichen Wasseranalyse. 250 mg/l (Grenzwert der Trinkwasserverordnung) – x mg/l (Chlorid Gehalt im Rohwasser)  = y mg/l (zulässige Chlorid Zugabe bei der Nitratreduzierung)
y mg/l : 0,57 mg/l ~ z mg/l (maximale zulässige Nitratreduzierung)

Beispiel:Nitratreduzierung von Trinkwasser Rohwasser 130 mg/l Nitrat und 145mg/l Chlorid zulässige Chlorid Zugabe 250 mg/l – 145 mg/l = 105 mg/l zulässige Nitratreduzierung 105mg /l : 0,57 mg/l das heißt es könnten bis zu 184 mg/l Nitrat entfernt werden, bevor der Grenzwert für Chlorid erreicht wird.